Auf ihrer Versammlung am 10. Februar 2006 verabschiedeten die Freien Winsener nach lebhafter Diskussion einvernehmlich die 10 Punkte „Was wir für Winsen und die Ortsteile tun wollen".
Es handelt sich um das (Wahl-)Programm der Freien Winsener für die Ratsperiode bis 2011 und umfasst so wichtige Punkte wie eine glaubwürdige Familienpolitik, eine behutsame und durchdachte Stadtentwicklung, den Schutz historischer Bausubstanz, eine bessere Pflege des Ortsbildes, mehr Schutz für schwächere Verkehrsteilnehmer, eine gerechtere Vereinsförderung, die Erweiterung der „Insel" um ein weiteres Schwimmbecken, kooperative Ortsteilplanung gemeinsam mit den Bürgern, eine Wirtschaftsförderung ohne Eitelkeit, die Konsolidierung der Stadtfinanzen und Unterstützung aller Integrationsbemühungen von Menschen aus anderen Kulturen.
Hier die 10 Punkte im Einzelnen:
- Glaubwürdige Familienförderung
- Bezahlbare und wohnortnahe Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze für alle mit bedarfsorientierten Öffnungszeiten
- Gut ausgestattete Schulen mit allen notwendigen Angeboten wie verlässlicher Betreuung und Schulschwimmen
- Vielfältige und bezahlbare Sport-, Freizeit- und Kulturangebote für alle Altersgruppen
- Günstige Strom- und Gaspreise für Familien durch die Stadtwerke
- Unterstützung aller Bestrebungen, neue und qualitativ hochwertige Einkaufsmöglichkeiten für alle Generationen in der Innenstadt zu schaffen
- Förderung von generationsübergreifenden Wohnprojekten
- Durchdachte Stadtentwicklung
- Behutsame und integrierte Ausweisung von neuen Wohngebieten
- Bestmöglicher Schutz der Anlieger vor zusätzlicher Lärm- und Verkehrsbelastung
- Bessere räumlich-funktionale Arbeitsteilung (Wohnen, Einkaufen, Arbeit, Freizeit) im Stadtgebiet
- Konzentration aller innenstadtrelevanten Warenangebote in der City
- Sanierung und Wiederbelebung untergenutzter Altstadtbereiche
- Sicherung und Stärkung einer positiven Identität unserer Stadt und ihrer einzelnen Ortsteile - auf der Basis gewachsener Traditionen und Stärken. Winsen ist keine Schlafstadt von Hamburg, muss sein unverwechselbares Gesicht haben, mit dem sich die Bürgerinnen und Bürger identifizieren können!
- Liebevoller Umgang mit unserer Stadt
- Konsequenter Schutz von historischer Bausubstanz und alten Bäumen insbesondere auf öffentlichem Grund
- Pflege und Hege des Ortsbildes in der Kernstadt und in den Ortsteilen - zum Beispiel mehr Grünpflege und mehr Aktivitäten für Sauberkeit im öffentlichen Raum
- Keine weitere kommerzielle Vermarktung der Winsener Natur
- Mehr Sicherheit im Straßenverkehr
- Mehr gesicherte Fußgängerüberwege und Querungshilfen für schwächere Verkehrsteilnehmer
- Erhalt und Ausbau des städtischen Radwegenetzes - keine gefährliche Mischung mit dem motorisierten Individualverkehr
- Erhalt der Fußgängerzone in der City
- Konsequente Barrierefreiheit für körperbehinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger im öffentlichen Raum
- Durchsetzung von Tempo 30 in Wohngebieten durch geeignete bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Schulwegsicherung
- Mehr für Kultur, Sport und Freizeit
- Bedarfsgerechte Förderung von Musikschule, Heimatmuseum und neuen kulturellen Initiativen
- Erweiterung des Freizeitbades um ein Trainingsbecken, Einführung günstigerer Tarife für Kurzschwimmer und Winsener Familien, Förderung des neuen TSV-Sportzentrums
- Ortsteile nicht vernachlässigen!
- Kooperative Entwicklungsplanung der Ortsteile gemeinsam mit den dort ansässigen Bürgerinnen und Bürgern
- Förderung von Ortsteilzentren für die Nahversorgung und als Treffpunkt für Jung und Alt
- Mehr Mittel für Dorfverschönerungsprojekte - und damit Gleichbehandlung mit der Kernstadt
- Demokratische Wahl von Ortsräten und Ortsbürgermeistern für eine unabhängigen Vertretung der Ortsteile
- Wirtschaftsförderung ohne Eitelkeit
- Mehr wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze durch gute Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft - Bestandspflege geht vor Fixierung auf externe Investoren
- Verbesserung der Kommunikation der Stadt mit den Winsener Unternehmerinnen und Unternehmern
- Aktive und nachfrageorientierte Weiterentwicklung von Handel und Dienstleistungen in der Innenstadt
- Konsolidierung der Stadtfinanzen
- Senkung der rasant gestiegenen Verwaltungskosten um zehn Prozent in drei bis fünf Jahren durch Bürokratieabbau, Standardüberprüfung, bessere Mitarbeitermotivation und zeitgemäße Nutzung moderner Bürokommunikation - dabei Nutzung der natürlichen Fluktuation, keine betriebsbedingten Kündigungen in der Stadtverwaltung.
- Konsequenter Schuldenabbau
- Verzicht auf teure Prestigeprojekte und überflüssige Straßenbauvorhaben (z. B. Kreisel Hoopter Straße)
- Integrierte Stadtgesellschaft
- Bessere Sprachförderung und mehr betreute Freizeitangebote von Kindern und Jugendlichen aus Immigrantenfamilien
- Integration statt Abschottung: Unterstützung aller Bemühungen von Bürgerinnen und Bürgern aus anderen Ländern, integrierter Teil der Winsener Stadtgesellschaft zu werden
- Bürgernähe statt Behördenarroganz
- Frühzeitige Information und endlich klare Mitbestimmungsrechte von betroffenen Anliegern bei Planungs- und Straßenbauvorhaben
- Vertretung von Bürger- und Kundeninteressen in den Aufsichtsräten der städtischen Gesellschaften
- Ein neues Verständnis der Stadtverwaltung als Dienstleistungseinrichtung - mehr Herz für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger
Helfen Sie uns, Winsen zu helfen!

Blick aus der Vogelperspektive auf das Herz der Winsener Innenstadt -
hier besteht nach wie vor Handlungsbedarf