Sehr geehrter Herr Glorius,
In Ihrem Leserbrief vom 18. März im Wochenblatt Marsch & Heide vom 18. März 2010 schreiben Sie erfreulicherweise, dass es Ihnen bei der Gestaltung des Haushalts der Stadt Winsen nicht um den Geiz der Winsener Bürger geht, wenn die schönen Dinge dieser Stadt unverändert erhalten, Sport- und Kultureinrichtungen weiter unterstützt und Freizeitangebote für jung und alt ebenso beibehalten werden sollen. Schön, dass wir da einer Meinung sind ! Schade, dass Sie meine Ausführungen im Rahmen der Haushaltsratssitzung anscheinend falsch verstanden haben. Ich habe die ERHÖHUNG der Grundsteuer um durchschnittlich EUR 30 pro Jahr für vertretbar gehalten, da diese weniger als 10 cent (30 EUR / 365 Tage) ausmacht. Das halte ich für absolut vertretbar, zumal ich selber davon betroffen bin und insofern auch die Höhe der Grundsteuer pro Jahr kenne. Aber ich mache das gerne, weil ich nicht will, dass wir ähnlich wie in vielen Kommunen im Ruhrgebiet Schwimmbäder, Theater und Museen schliessen, die Versorgung mit Kindergarten-, Hort- und Krippenplätzen einschränken oder das Landesgartenschaugelände aus Kostengründen verwahrlosen lassen. Das sollte jedem Hauseigentümer und Mieter in dieser Stadt weniger als 10 cent pro Tag wert sein, ebenso wie es den Unternehmern EUR 1,00 pro Tag wert sein sollte. Schade, dass meine Abgeordnetenkollegen den Weg nicht mitgehen wollten im Verzicht auf die Ratsvergütung in Höhe von EUR 120 pro Monat, bei 38 Ratsmitgliedern weit mehr als EUR 50.000 im Jahr. Das wäre dann wirklich im andgedachten Sinne gewesen, dass alle Winsenerinnen und Winsener nach eigenem Leistungsvermögen an der Erhaltung der schönen, lebenswerten und wichtigen Dingen Ihrer Stadt angemessen beteiligen. Ich freue mich auf Ihre nächste Teilnahme an Ausschuß- und Ratssitzungen und freue mich auf Ihre Anregungen und Vorschläge für unsere Stadt.
Tobias Müller
Fraktionsmitglied Freie Winsener
Vorsitzender des Finanzausschusses