In der Debatte über das Schulangebot in unserer Stadt schlagen die Wellen hoch in unserer Stadt. Die Freien Winsener und andere Gruppierungen im Stadtrat treten für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) zum Schuljahrsbeginn 2010/2011 in Winsen ein, die CDU ist vehement dagegen.
Zur Erinnerung: In einer systematischen Bedarfs-Befragung aller Mütter und Väter von Kindern im letzten Kindergartenjahr und in den ersten drei Grundschuljahren - also genau die Schülerjahrgänge, die ab 2010 eine weiterführende Schule besuchen werden - wählten 52 Prozent aller Winsener Eltern die Option Gesamtschule. Nur Bruchteile davon sprachen sich für die Alternativen Gymnasium, Realschule und Hauptschule aus.
Für die Freien Winsener eine klare Sache. Unabhängig davon, was jeder persönlich von der IGS als Schulform für alle Schülerinnen und Schüler hält - und auch bei uns gibt es hier neben Befürwortern auch Skeptiker - es ist der Elternwille, der zählt! Deswegen kämpfen wir im Stadtrat und im Kreistag vehement für die Einrichtung von mehreren Gesamtschulen im Landkreis Harburg, von denen eine in Buchholz (wo es ebenfalls ein klares Votum der Elternschaft gibt!) und eine in Winsen eingerichtet werden muss.
Um die Dinge in Winsen voranzutreiben, haben die Freien Winsener gemeinsam mit SPD-Fraktion und den Grünen einen gemeinsamen Antrag für den städtischen Verwaltungsausschuss am 23. Mai 2009 und den Stadtrat am 18. Juni 2009 gestellt. Der Antrag sieht ein klares Votum für eine IGS in Winsen zum Schuljahrsbeginn 2010/2011 vor und fordert u. a. die Winsener Kreistagsabgeordneten auf, auf der entscheidenden Sitzung des Kreistages am 27. Juni 2009 für die Errichtung einer IGS in Winsen zu stimmen. Man darf gespannt sein, ob Bodo Beckedorf und Kristian Tangermann (beide CDU) und Hans-Heinrich Rüschmeyer (FDP) von der herrschenden Mehrheitsgruppe im Kreis hierbei mitmachen oder den Wunsch der Winsener Eltern mit Füßen treten.
Den gemeinsamen Antrag finden Sie hier:
PDF:
Gemeinsamer Antrag der SPD, Freie Winsener und Grüne
Für die Ratssitzung am 18.06.2009