„Feiern ist prima, aber Randale und Komasaufen gehen gar nicht!" Mit diesen klaren Worten fasst Mathias Seidel, Vorsitzender der Freien Winsener, das Ergebnis der Diskussion rund um die diversen Abi-, Vorabi- oder Abivorfreude-Partys in der Stadthalle zusammen. . Bei diesen Anlässen war es in letzter Zeit bei weitem nicht immer, aber doch immer öfter zu unerfreulichen Zwischenfällen gekommen, über die auf der letzten Sitzung des Kulturausschusses ein Polizeivertreter berichtete. Vor diesem Hintergrund häufen sich seit geraumer Zeit in Winsen die Stimmen, die ein Verbot oder eine rigorose Einschränkung der Parties fordern.
„Bloss nicht das Kind mit dem Bad ausschütten" - darin sind sich Mathias Seidel und Fraktionsvorsitzender Oliver Berten aber auch einig. Den Freien Winsenern geht es darum, den Ablauf dieser Festivitäten so zu regeln, dass die Partys auf jeden Fall erhalten bleiben können - sie haben eine lange Tradition, werden von den Abiturjahrgängen selbst organi-siert und stellen ein sonst in dieser Form kaum vorhandenes Freizeitangebot für junge Leute in Winsen dar.
Bereits jetzt hat die Polizei ein wachsames Auge auf die Veranstaltungen, gibt die Stadt nur unter einer Reihe von Auflagen grünes Licht für die Veranstaltungen. Dazu gehören ein professioneller Sicherheitsdienst und die Erhebung von neuem Eintrittsgeld beim Verlassen und Wiederbetreten der Stadthalle. Dazu sollte das Verbot von günstigen „Flatra-tes" für das Komasaufen kommen, vielleicht sollte überhaupt über das Verbot von Hochprozentigem auf Parties dieser Art nachgedacht werden, meinen die Freien Winsener.
„Auf jeden Fall müssen die Jugendschutzbestimmungen gerade auch, was den Alkohol angeht, eingehalten werden", fordert Oliver Berten. In einem Gespräch am gestrigen Dienstag hat der Fraktionsvorsitzende der Freien Winsener die Verwaltung dringend gebeten, die konsequente Einhaltung der Auflagen und der Schutzbestimmungen durch persönliche Präsenz von Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes während der Abifeiern sicherzustellen. „Sympathie für die jugendlichen Veranstaltern haben wir allemal, auch Vertrauen in deren guten Willen. Aber Kontrolle und Beratung vor Ort helfen, den ramponierten Ruf der Abifeiern wieder zu bessern und sie auch für zukünftige Schülergenerationen zu erhalten."
- Winsen (Luhe), 8. Oktober 2010 -