Ratsherr Björn Huber (28), bisher bei der Linken, wird parteiunabhängiges Ratsmitglied unter dem Dach der Freien Winsener. Die Fraktion der Freien Winsener beschloss am heutigen Sonntagnachmittag auf einer kurzfristig einberufenen Sitzung, diesem Wunsch Björn Hubers zu folgen. Mit der auf jetzt sieben Sitze erstarkten Freie-Winsener-Fraktion (CDU 14, SPD 9, Grüne und FDP jeweils 3 Sitze) verändern sich auch die Stimmverhältnisse im Winsener Stadtparlament. In allen Fachausschüssen muss die CDU ein Mandat an die Freien Winsener abgeben, damit ist sind nun auch dort – wie im Rat – die Zeiten schwarzgelber Mehrheiten vorbei.
Für das junge Ratsmitglied war der Wechsel zu Winsens unabhängiger Wählerinitiative eine klare Richtungsentscheidung. Björn Huber: "Parteipolitik ist irgendwie nichts für mich, habe ich gemerkt. Deshalb gehe ich zu den Freien Winsenern. Eine starke Fraktion, die immer mehr Einfluss in Winsen hat, und die wie ich für soziale Gerechtigkeit eintritt - aber wo mir keiner vorschreibt, wie ich im Rat abstimmen soll.“
Das Björn Huber von den Linken kommt, ist für die Freien Winsener kein Problem. Oliver Berten (56): „Parteipolitik ist auf kommunaler Ebene überflüssig wie ein Kropf. Unsere Tür ist offen für alle Demokraten, die sich für die Familien und mehr Bürgerdemokratie in Winsen einsetzen – egal, ob sie aus dem konservativen oder aus dem linken Lager kommen.“
Die Arbeit in der Fraktion der Freien Winsener ist auf Vielfalt, Freiheit und Toleranz aufgebaut, macht der Fraktionsvorsitzende deutlich. Oliver Berten: „Wir haben bisher auch schon gelegentlich unterschiedliche Standpunkte zu verschiedenen Themen. Dann debattieren wir freundschaftlich miteinander, hören dem anderen zu – und kommen meist auf einen gemeinsamen Nenner. Und wenn nicht, ist jeder frei, im Rat seine eigene Meinung zu vertreten.“
Winsen (Luhe), 27. September 2009