Bei den Haushaltsberatungen wurde im Ausschuss für Soziales und Integration sowie in der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses diskutiert, für welche Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zukünftig Mittel zur Verfügung gestellt werden sollen. Bislang werden ca. 25.000 € für die Sprachförderung in den Kindertagesstätten in der Roten-Kreuz-Straße und an der Fuhlentwiete verwendet, eine sinnvolle präventive Maßnahmen, um Kinder, die Deutsch nicht als Muttersprache erlernen, besser auf den Schulbesuch vorbereiten zu können. Darüber hinaus erhielt das DRK einen Zuschuss von ca. 36.000 €, der für die Beratungsstelle für Migranten genutzt wurde.
Dieser Zuschuss wurde einvernehmlich gestrichen, da sich der Schwerpunkt der Beratungsarbeit in den letzten Jahren von der Flüchtlingsberatung entfernt hat und daher dringend eine grundlegende Überarbeitung des Beratungskonzeptes notwendig ist. Daher setzen sich die Freien Winsener dafür ein, die einzelnen Maßnahmen in einer Haushaltsstelle unter dem Titel „Integration" zusammenzufassen und die Summe von 61.000 € beizubehalten. Dazu sagt Iris Winklareth, Mitglied im Ausschuss für Soziales und Integration: „ Die Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund sind sehr vielfältig: einige Kinder brauchen Sprachförderung, manche Erwachsene benötigen Sprach- oder Alphabetisierungskurse, Unterstützung beim Schriftverkehr, Hilfen im Umgang mit Behörden und Unterstützung bei persönlichen Problemen, immer auch unter Berücksichtigung des jeweiligen kulturellen und religiösen Hintergrundes. Viele dieser Unterstützungsmaßnahmen wurden bisher zwar auch mit finanziellen Mitteln der Stadt ermöglicht, eine Vernetzung der Angebote und die Mitwirkung auf politischer Ebene fand jedoch nur in geringem Umfang statt. Das wollen wir ändern!"
In der nächsten Sitzung des Sozialausschusses im März soll dann über die Verwendung der Mittel beraten werden. „Wir favorisieren, dass ein freier Träger die Beratung und Unterstützung der Menschen mit Migrationshintergrund übernimmt. Wir sind offen für Ideen und Projekte, die die Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigen, wichtig ist uns, dass ein schlüssiges Konzept erarbeitet wird, in dem Ziele und Maßnahmen klar definiert werden. Die Vorgaben aus den politischen Gremien müssen dabei stärker als bisher einbezogen werden," meint Iris Winklareth. Die Freien Winsener hoffen, dass sich für diesen Weg eine Mehrheit findet.